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Diabetes

Diabetes oder die Zuckerkrankheit ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Stoffwechselkrankheiten, die mit einem erhöhten Blutzuckerspiegel einhergehen. In der Antike wurde die Diagnose durch eine Geschmacksprobe des Urins gestellt, denn bei einem extrem hohen Blutzuckerspiegel wird Zucker durch die Nieren ausgeschieden, was dem Harn von Personen mit Diabetes einen süßlichen Geschmack verleiht.

 

Insulin vermittelt an den Zellen den Transport von Glucose in das Zellinnere. In den Zellen wird die Glucose zur Energiegewinnung verbraucht. Insulin bewirkt die Glucoseaufnahme in die Körperzellen zur Energiegewinnung sowie die Speicherung in Form von Glykogen in der Leber und den Muskelzellen. Der Blutzuckerspiegel wird nach der Nahrungsaufnahme in engen Grenzen (ca. 80–120 mg/dl oder 4,5–6,7 mmol/l) konstant gehalten. Selbst in langen Nüchternperioden bleibt der Blutzuckerspiegel auf normalem Niveau. Dafür sorgt vor allem die Leber: Einerseits wird das Glykogen wieder aufgespalten und ins Blut entlassen, andererseits wird ständig Glucose neu gebildet.

Wenn die insulinproduzierenden β-Zellen nicht mehr genug oder gar kein Insulin mehr herstellen oder aufgrund von z.B. Entzündungen oder Operationen nicht mehr vorhanden sind, fehlt sowohl die Aufnahme von Glucose in die Zellen als auch die Hemmung der Zuckerneubildung in der Leber (diese kann täglich bis zu 500 Gramm Traubenzucker produzieren). Diese Neubildung erklärt auch das Ansteigen des Blutzuckerspiegels beim Diabetiker z.B. am frühen Morgen im nüchternen Zustand. Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Entstehung von Diabetes ist die sog. Insulinresistenz. Von einer Insulinresistenz spricht man, wenn die Zellen nicht auf Insulin reagieren, d.h. die Zellen „hungern“, obwohl mehr als genug Glucose im Blut vorhanden ist.

Beim Diabetes mellitus ist also die Glucoseaufnahme in die Zelle gestört. Die Glucose verbleibt im Blut und die Glucoseneubildung in der Leber verläuft ungebremst, was beides zu einem Blutzuckeranstieg führt.