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Lakritz

Lebensmittel können als Lakritz bezeichnet werden, wenn sie mind. 3 % Süßholzsaft oder Süßholzextrakt enthalten. Süßholzsaft bzw. dessen Zubereitungen enthalten Glycyrrhizinsäure, die einen ausgeprägten Lakritzgeschmack hat. Der Glycyrrhizingehalt soll 0,2g pro 100g Lebensmittel nicht überschreiten.

Sollte dieser Gehalt an Glycyrrhizinsäure überschritten sein, so muss das Lebensmittel als „Starklakritz“ („enthält Süßholz- bei hohem Blutdruck …..“s.u.) gekennzeichnet sein.

Bei der Herstellung von Lakritz werden die Inhaltsstoffe aus den Süßholz-Wurzeln extrahiert und eingedickt. Vermischt mit Gelatine, Stärke, Agar-Agar, Anis, Fenchelöl, Pektin und Zuckersirup und teilweise Salmiak und Aromen werden die üblichen Lakritzformen hergestellt.

Die schwarze Farbe, die Lakritzsüßigkeiten in der Regel haben, wird  in den meisten Fällen durch die Zugabe von medizinischer Pflanzenkohle (Carbo medicinalis) erzeugt.

In den Niederlanden und Skandinavien ist Lakritz sehr verbreitet und wird in den verschiedensten Geschmacksrichtungen und Formen als Süßigkeit angeboten. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen süßem und salzigem Lakritz. Vor allem in Skandinavien wird dem Lakritz Salmiak (Salmiaksalz) beigemischt, welches sehr intensiv im Geschmack ist. Vielerorts, insbesondere, je weiter südlich man in Europa kommt, kennt man nur süße Lakritze.

Bei Lakritz-Artikeln, die Salmiak (Ammoniumchlorid) enthalten, darf der Anteil in Deutschland ohne Warnhinweis auf der Verpackung nicht mehr als 2 % betragen. Lakritzwaren mit einem höheren Gehalt an Salmiak müssen einen Warnhinweis auf der Verpackung haben.

Kennzeichnung von Lebensmitteln, die Ammoniumchlorid beinhalten

 

Anteil Ammoniumchlorid

Gehalt Ammoniumchlorid

Kennzeichnung

2 bis 4,49%

20 bis 49,9g/kg 

„Erwachsenenlakritz-

kein Kinderlakritz“

4,5 bis 7,99%

45 bis 79,9g/kg

„Erwachsenenlakritz,

extra stark – kein Kinderlakritz“

 

Warum werden einige Lakritze mit Warnhinweisen versehen? Lakritz bzw. der Hauptinhaltsstoff, das Glycyrrhizin kann den Elektrolythaushalt des Körpers beeinflussen und durch Natriumanreicherung und Kaliumverlusten zu Bluthochdruck, Ödemen und Kopfschmerzen führen.